Patenkind Viktor und andere Kinder aus Belarus besuchen unsere Schule

Seit einem knappen Jahr unterstützen wir über den Verein "Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder" mit unserer Schule die Geschwister Viktor und Artjom.

Als wir nun hörten, dass Viktor im Rahmen einer Gastkindererholung drei Wochen lang bei einer Gastfamilie im Erftkreis bzw. in Köln eingeladen ist, luden wir ihn und die Gruppe zum Kennenlernen in die Schule ein. Eine einmalige Gelegenheit!

Sofort waren Kinder, Eltern und Frau Gruschke, die Lehrerin der Klasse 3b, angetan von dieser Idee. Die Kinder kümmerten sich um die Gäste, während ihre Eltern ein tolles Buffet zauberten. Offen und herzlich gingen die Kinder miteinander um und es herrschte eine angenehme, entspannte, fröhliche Atmosphäre, in der sich die Kinder mit Unterstützung von Dolmetscherin Maria, aber auch von Daria, Christian und Samuel austauschten, Fragen stellten, lachten und spielten.

Die Kinder der 3b trugen zur Begrüßung ein Lied vor und zwei Kinder der weißrussischen Gruppen trauten sich einen Matrosentanz und einen Breakdance vorzuführen. Dafür gab es großen Applaus.

Ohne Verabredung hatte jede Gruppe für die andere kleine Gastgeschenke mitgebracht. Die Zeit verflog im Nu und alle waren sich einig: Das war gelebte Völkerverständigung.

Anschließend lud unsere Schule die belarussischen Kinder noch zu einem Besuch des Hochwildparkes ein.

Mit Frau Hein, der Vorsitzenden des Vereins, hat Herr Lindner- Moog vereinbart, im September in unserer Schule gebrauchte Kleidung zu sammeln. Mit einem Hilfstransport, der in Erftstadt startet, werden dann Kinder eines Waisenhauses und eines Krankenhauses in Mogilew, mit denen der Verein in Kontakt steht, unterstützt.

 

(Aug 2019)

 

... und hier der Artikel auf www.mechernich.de: Applaus für Viktors Matrosentanz

Antwortbrief unserer Patenkinder

Liebe Freunde, Liebe Kinder der Grundschule,

uns geht es gut. Viktor und sein Bruder, Artjom, besuchen die Schule. September war sehr anstrengend fuer uns. Das neue Schuljahr ist begonnen. Viktor ist sehr aktiv und braucht Bewegung. So besucht er verschiedene Zirkel, wie Eisschnellaufen, Klettern und Fussball. Lernen in der Schule macht ihm leider nicht so viel Spass.

In Weissrussland ist es schon kalt. Ganz ploetzlich sind alle Baeume rot und gelb geworden.

Wir fahren oft ins Dorf. Viktor`s Grosseltern leben dort. Die Jungs helfen ganz gerne dem Opa. Und Oma kocht dann als Belohnung fuer die Beiden leckere Sachen im Ofen. Und wie geht es Ihnen? Was gibt es Neues?

 

Wir danken Ihnen ganz herzlich fuer Ihre Aufmerksamkeit und Hilfe!

Diese finanzielle Unterstuetzung hat fuer mich grosse Bedeutung! Ich kann fuer dieses Geld Bekleidung oder Schuhe fuer meine Jungs kaufen.

 

Liebe Gruesse

 

Elena Demjanovich

 

(Sept 2019)

Unsere Patenkinder Viktor und Artjom

Seit diesem Schuljahr (2018/2019) haben wir zwei Patenkinder in Weißrussland, die von uns über „Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder e.V.“ verein@hilfe-tschernobyl.de; www.hilfe-tschernobyl.de unterstützt werden. 


Hier ein paar Eindrücke über das Leben von Viktor und Artjom:
    

„… anbei sende ich Ihnen ein Foto der beiden Patenkinder und deren Mutter am 1. Schultag nach den großen Sommerferien, die in Belarus [Weißrussland] drei Monate dauern. In dieser Zeit fahren die Familien üblicherweise ins Dorf auf die Datscha und ernten dort Obst und Gemüse, welches dann verarbeitet und eingekocht wird zur Versorgung mit Lebensmitteln bis zum nächsten Frühjahr. 


Hier auch ein paar Zeilen der Familie:  

Sehr geehrte Helfer! 
Mit lieben Grüßen schreibt Ihnen Fam. Demjanowich. Sehr gerne möchten wir erzählen, wie bei uns das neue Schuljahr anfängt. Der 1. September ist offizieller Schulbeginn im ganzen Land. Die Schüler versammeln sich im Schulhof, um die Schüler der ersten Klasse zu begrüßen. Diese Feier wird „das erste Klingeln“ genannt. Ein Schüler der 11. Klasse trägt eine Schülerin der ersten Klasse auf der Schulter. Die Schülerin hat die symbolische Glocke und sie läutet mit dem ersten symbolischen Klingeln zur ersten Unterrichtsstunde. Deswegen sieht man am 1. September so viele Kinder mit den Blumen. Unsere Dolmetscherin, Maria, hat uns erzählt, dass bei Ihnen die Erstklässler mit den Schultüten in die Schule gehen. So eine Tradition kennt man nicht in Weißrussland. Am 1. September findet normalerweise kein gewöhnlicher Unterricht statt, sondern in einem Unterricht mit den Klassenleitern werden aktuelle Themen der Welt, der Stadt oder der Schule besprochen. In der Sowjetzeit wurde dieser "Unterricht des Friedens" genannt. Der 25. Mai (dieses Datum kann im Vergleich zu 1. September um ein paar Tage verschoben werden) ist offizielles Schuljahresende. Es gibt auch eine große Versammlung im Schulhof. Am 01.09. und 25.05. werden den Lehrern häufig Blumen geschenkt. Aber für die Schüler der 9. und 11. Klasse ist die Schule am 25. Mai noch nicht zu Ende. Sie müssen noch ihre Staatsexamen ablegen. Und nachdem die Schüler ihre Zeugnisse bekommen haben, feiern die Schüler bis zum Morgen den Abschlussball und beobachten zusammen den Sonnenaufgang.

Mit lieben Grüßen
Fam. Demjanowich