Der Beruf des Schreiner / Tischler

Von Hobel bis Computer

Schreiner/Tischler sind Handwerker. Heute benötigen die Schreiner/Tischler zu den alten Handwerkzeugen computergesteuerte Maschinen für die Herstellung ihrer Produkte. Bereits in der Planung setzt der Schreinermeister die Computertechnik ein.

Schreiner/Tischler stellen Möbel wie Tisch, Stuhl, Schrank und Einbauküche her. Für den Innenausbau werden Einbaumöbel, Wand- und Deckenverkleidungen gebaut und im jeweiligen Haus montiert. Manche Schreiner fertigen auch Regale und Wände für Geschäfte, andere stellen in ihren Werkstätten Türen und Fenster her.

Hauptsächlich wird Holz als Schnittholz oder als Furnier verarbeitet. In den letzten Jahrzehnten kamen immer mehr Holzwerkstoffe (meist Plattenwerkstoffen) und Kunststoffe hinzu. Der am häufigsten verarbeitete Werkstoff ist die Spanplatte. 

Arbeitet eine Schreinerei/Tischlerei für den Messebau, können auch Aluminiumprofilteile zugeschnitten und zusammengefügt werden. Kombiniert mit Plattenwerkstoffen entstehen hieraus zerlegbare Messestände oder Einrichtungsgegenstände im Ladenbau. Kunststoffprofile werden vor allem bei der Fensterherstellung zugeschnitten, zusammengefügt und Scharniere aufgeschraubt.

Der Unterschied zwischen dem Schreiner und dem Tischler:

Je nach der Region in welcher diese Handwerker arbeiten, werden sie mit einem der beiden Namen bezeichnet. 

In den neuen Bundesländern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen,Niedersachsen, Österreich und Südtirol sagt man Tischler.

Im übrigen Deutschland sowie in der Deutsch sprechenden Schweiz sagt man Schreiner.

Nach: Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bern/München 1977, Karte 2

Zur Geschichte:

Als der Beruf des Schreiners/Tischlers entstand.

Um 1308 taucht erstmalig die Bezeichnung Tischler (weitere Namen u.a. Kistler, Kästner, Schreiner) auf. Kistler- und Schreinerzünfte gibt es seit etwa 1400. Wohlhabende Bürger wollten die Räume ihrer Wohnungen besser ausbauen und mit schöneren Möbelstücken einrichten. Dies führte dazu, dass sich aus dem Zimmermannsberuf das Schreiner-/Tischlerhandwerk entwickelte.

Meister Eder mit dem Pumuckel und der Meister mit dem Computer

Schreinerwerkstatt früher:
Herkömmliche Werkzeugbank
Schreinerwerkstatt heute:
Computergesteuerte Maschinen

Das Bild einer Schreinerwerkstatt hat sich in den letzten 100 Jahren fast ganz verändert.

Um 1900 tauchten in den Schreinerwerkstätten die ersten Maschinen auf. Hobelbank und Maschinen standen dabei noch in einem Werkstattraum.

Und 100 Jahre später verfügt eine moderne Schreinerei über eigene Räume mit computergesteuerten Maschinen, eigene Räume für eine umweltfreundliche Behandlung der Holzoberflächen und immer noch den so genannten Bankraum für die handwerkliche Endfertigung.

Werkzeug:

Die Werkzeuge des Schreiners/Tischlers haben sich seit dem Beginn des Handwerks nicht viel verändert. Säge, Hobel, Stechbeitel und Bohrer sind bis in das 19. Jahrhundert hinein die wesentlichen Werkzeuge zur Herstellung von Möbeln.

 

Hobel
Stechbeitel im Einsatz

Schutzheiliger:

Der Schutzheilige der Schreiner/Tischler heißt St.Josef.

Guido Reni malte um 1640-1642